Batteriespeicher für Mieterstrom
Wie Stromspeicher die Eigenverbrauchsquote erhöhen und die Wirtschaftlichkeit von Mieterstrom-Projekten verbessern
Batteriespeicher werden zunehmend zu einem wichtigen Bestandteil von Mieterstrom-Projekten. Sie ermöglichen es, überschüssigen Solarstrom zu speichern und zeitversetzt zu nutzen – besonders in den Abendstunden, wenn der Verbrauch hoch ist, aber keine Sonne scheint. In diesem Artikel beleuchten wir die technischen und wirtschaftlichen Aspekte von Batteriespeichern im Mieterstrom-Kontext.
Vorteile von Batteriespeichern
Höhere Eigenverbrauchsquote
Von 30-40% auf bis zu 60-70%
Mehr Unabhängigkeit
Weniger Netzbezug in Spitzenzeiten
Bessere Nutzung
Solarstrom auch abends verfügbar
Wirtschaftlichkeit
Höhere Einnahmen durch mehr Direktverkauf
Wie funktioniert ein Batteriespeicher im Mieterstrom?
Ein Batteriespeicher wird zwischen PV-Anlage und Hausverteilung installiert und arbeitet vollautomatisch:
Vormittags (Sonnenschein)
Die PV-Anlage produziert Strom. Ein Teil wird direkt von den Mietern verbraucht, der Überschuss lädt den Batteriespeicher.
Mittags (Höchste Produktion)
Wenn der Speicher voll ist, wird überschüssiger Strom ins Netz eingespeist und vergütet.
Abends (Kein Sonnenschein)
Der Batteriespeicher gibt den gespeicherten Strom ab und versorgt die Mieter. Erst wenn der Speicher leer ist, wird Netzstrom bezogen.
Nachts (Niedrige Last)
Bei geringem Verbrauch kann der Speicher teilweise geladen bleiben und steht am nächsten Morgen zur Verfügung.
Technologie und Dimensionierung
Lithium-Ionen-Speicher
Der Standard für Heimspeicher und auch für Mieterstrom-Projekte:
- Hohe Energiedichte
- Lange Lebensdauer (15-20 Jahre)
- Hoher Wirkungsgrad (90-95%)
- Etablierte Technologie
- Wartungsarm
Richtige Größe wählen
Die Speichergröße sollte auf das Gebäude abgestimmt sein:
Faustregel
0,8-1,5 kWh Speicher pro kWp PV-Leistung
Beispiel: 50 kWp Anlage
Empfohlene Speichergröße: 40-75 kWh
Wichtig
Berücksichtigung des Verbrauchsprofils der Mieter
Wirtschaftliche Betrachtung
Kosten und Amortisation
Mehreinnahmen durch Batteriespeicher
Ein Batteriespeicher erhöht die Eigenverbrauchsquote und damit die Einnahmen aus dem Stromverkauf:
* Beispielrechnung für 50 kWp Anlage mit 45.000 kWh Jahreserzeugung
Förderungen für Batteriespeicher
KfW-Programm 442 (Solarstrom für Elektroautos)
Bei Kombination mit Ladeinfrastruktur für E-Autos gibt es attraktive Zuschüsse:
- Zuschuss bis zu 10.200 € möglich
- Förderfähig: PV-Anlage, Speicher und Wallbox
- Für Wohngebäude mit privatem Stellplatz
- Gilt auch für Mieterstrom-Projekte
Regionale Förderprogramme
Viele Bundesländer und Kommunen bieten eigene Förderungen:
Stromspeicher-Förderprogramm
PV-Speicher-Programm
progres.nrw
PANELY prüft für Sie alle verfügbaren Fördermöglichkeiten und übernimmt die Antragsstellung.
Wann lohnt sich ein Batteriespeicher?
Speicher empfehlenswert
- Hoher Abendverbrauch im Gebäude
- Niedrige Eigenverbrauchsquote ohne Speicher
- Kombination mit E-Auto-Ladeinfrastruktur
- Verfügbare Förderungen
- Langfristige Investitionsperspektive
- Wunsch nach hoher Autarkie
Speicher weniger sinnvoll
- Bereits hohe Eigenverbrauchsquote (>60%)
- Hauptverbrauch tagsüber
- Begrenztes Budget
- Unsicherheit über Mieterstruktur
- Gebäude mit wenigen Wohneinheiten
- Hohe Einspeisevergütung
Individuelle Speicherberatung
Ob sich ein Batteriespeicher für Ihr Mieterstrom-Projekt lohnt, hängt von vielen individuellen Faktoren ab. PANELY analysiert Ihr Verbrauchsprofil und erstellt eine maßgeschneiderte Wirtschaftlichkeitsberechnung – inklusive aller verfügbaren Förderungen.
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